16. Basler Modellbautage, Kuspo Münchenstein 3./4. Okt. 2009

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16. Basler Modellbautage, Kuspo Münchenstein 3./4. Okt. 2009

Beitragvon Napoleon am Fr 2. Okt 2009, 18:52

Wie schon im alten Tread vom 2008 finden dieses WE die 16. Basler Modellbautage statt. http://www.ipms-basel.ch/

Es wird sicher wieder einige spezielle Exponate zu bestaunen geben. Ich bin vor allem auf die Napoleonischen Figuren gespannt, wenn es dann welche hat.

Ich war heute da um meine Zeitstrasse 1776 - 1918 aufzubauen. Leider waren bis dahin nur sehr wenige Modelle da, da das Gros erst morgen anreist.

Es werden ca. 20 Aussteller mehr sein als noch im 2008. Also Troupier, du kannst also deinem speziellen Freund ohne Probleme aus dem Weg gehen. :smt042

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Beitragvon troupier suisse am Sa 3. Okt 2009, 21:05

Bericht von den Basler Modellbautagen 2009

Am Samstagmorgen war ich an den 16. Basler Modellbautagen die am 3./4. Oktober 2009 im KUSPO in Münchenstein BL stattfinden. In diesem Jahr haben sich erkennbar mehr Aussteller angemeldet, denn der Verkaufstand von Modellshop.ch hatte diesmal keinen Platz in der Halle gefunden sondern präsentierte sich gleich im Foyer. Dort begrüssten auch uniformkundliche Exponate aus dem 2. Weltkrieg aus der Kollektion Max Hartmann, und eine sehr ansprechende Timeline von 1776 bis 1918 eines hier nicht näher zu benennenden Filmausstatters.

Naturgemäss suchte ich als Figurenmaler nach entsprechenden Ausstellern, und eilte dazu durch die Halle wie weiland Tuco Benedicto Pacifico Juan Maria Ramirez über den Friedhof von Sad Hill. Tuco fand zwar das Grab von Arch Stanton, aber ich fand hauptsächlich Flugzeuge, Panzer und Autos. Figuren waren eher selten. Zwar traf ich auf einen Stand mit sehr reizvollen Figuren und Geschützzügen aus der Napoleonischen Epoche. Aber ich hatte kein Verlangen diesem Aussteller näher zu kommen, da ich noch üble Déjà vus von 2008 hatte (ich bin nachtragend wie 7 indische Elefanten). Daher gibt's von diesem wunderhübschen Stand auch keine Fotos.

Doch es gab doch auch an anderen Ständen die eine oder andere Figur zu sehen. Vom Wettbewerb habe ich eine fotographiert. Da ich am Samstagmorgen da war, hatten noch nicht alle Aussteller ihre Tische bezogen. Leider hatte ich nur dieses eine Zeitfenster. Am Sonntag dürften noch mehr schöne Modelle zu sehen sein, aber Sonntag geht mir leider nicht. Etwas unglücklich war ich mit der Fachliteratur die am einen und anderen Platz gekauft werden konnte. Da war viel über Flieger und Panzer zu kriegen, aber nur ein einziges (dafür absolut begehrenswertes) Buch über das Figurenmalen. Leider hatte ich die 59 Franken dafür nicht locker, was mich doppelt unglücklich machte.

Doch genug über mein flatterhaftes Seelenleben - hier einige Impressionen von der eindrücklichen Bandbreite der Modellbautage:



Notre Dame de Paris 1:250, L'Instant Durable

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Ein herausragendes Stück ist dieses Modell der Kathedrale von Notre Dame in Paris. Montiert mit 300 Teilen aus 27 Kartonbogen ist diese Rekonstruktion des Gotteshauses im Maßstab 1:250 über einen halben Meter lang. Herausgebracht wurde dieser attraktive Kartonbausatz für versierte und geduldige Bastler vom Verlag L'Instant Durable. Man versteht dass ein solches Werk besser im Glaskasten steht, denn Karton ist bekanntlich auch ein organisches Material dass sich je nach Temperatur und Luftfeuchtigkeit verziehen kann, und dann sässe Quasimodo plötzlich auf einem Turm der so krumm wäre wie sein Buckel.



Bristol F.2b Fighter 1:32, Wingnut Wings

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Unter den Wettbewerbsobjekten war dieser Bristol F.2b Fighter zu sehen. Die 1916 eingeführte Maschine war trotz der Bezeichnung "Fighter" ein Zweisitzer und wurde ursprünglich langsam und beständig wie ein Aufklärer gefolgen, weswegen auch gleich eine ganze Reihe davon abgeschossen wurde. Erst als man an der Front begriffen hatte, dass man die Mühle fliegen konnte wie einen Jäger, besserte sich dies. Dieses Modell entstammt einer Serie von 1:32 Flugzeugen des Ersten Weltkriegs, die von der Firma Wingnut Wings herausgebracht wurde. Der Bristol F.2b Fighter kann sehr detailiert aus 174 Teilen montiert werden.



Junkers J.I. 1:32, Wingnut Wings

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Diese Wellblechmaschine trägt die selbe Handschrift wie die am Wettbewerb beteiligte Bristol F.2b Fighter, was auf den selben Modellbauer schliessen lässt. Dies auch, weil diese Junkers J.I ebenfalls zur Fliegerserie des Ersten Weltkriegs von Wingnut Wings im Maßstab 1:32 gehört. Offenbar hat da jemand gleich mehrfach 79 US-Dollar ausgegeben um sich die in Europa raren Bausätze direkt vom Produzenten aus den USA rüberschicken lassen. Die schöne Ausführung lässt hoffen, dass der Modellbauer auch die Modelle LVG C.VI und SE.5a "Hisso" bestellt hat und vielleicht nächstes Jahr die Besucher der Modellbautage damit erfreut.

Dieses Modell aus rund 150 Teilen ist mit der Seriennummer 857/17 und den Insignien der Flieger-Abteilung 263 um 1918 (wovon das Balkenkreuz anstelle des Tatzenkreuzes zeugt) versehen. Das Original wurde als Junkers J.I. (vom Werk als J.4 bezeichnet) wurde von Hugo Junkers und Otto Mader entwickelt und Ende 1917 als Infanterieflugzeug eingeführt. Die komplett aus Metall gefertige Maschine übernahm gefährliche Erdkampfeinsätze. Wegen ihrer Trägheit erhielt die J.I. den Beiname "Möbelwagen", wobei auch "Blechesel" gängig war. 



Schlachtschiff Shikishima 1:200, GPM

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Der Spezialist für martialisches Maritimes, Hans Gerd Schöneberger, zog mich mit seinem Modell des japanischen Schlachtschiffes Shikishima in seinen Bann. Es handelt sich dabei um einen Kartonbausatz der Firma GPM im Maßstab 1:200 mit einer Länge von fast 70 Zentimetern. Das Original wurde in der englischen Thames-Iron-Works-Werft im Auftrag Japans gebaut und 1901 zusammen mit der Hatsuse an die kaiserliche Flotte ausgeliefert, gerade rechtzeitig um im Krieg gegen Russland 1904 mitzumischen und dort mehrer Treffer einzustecken. Sie überlebte 2 Kriege und wurde 1947 abgewrackt.

Das überaus detailiert Kartonmodell (alleine die Anker bestehen aus 7 Teilen) entstand aus 1544 Teilen welche aus 22 Kartonbögen gefertigt werden mussten. Man ist bass erstaunt wie ein solcher Bausatz auf der Basis von Zellstoffasern mit Schere und Leim gefertigt werden kann. Vermutlich ist es ein absolut unhaltbares Gerücht, dass der Aussteller mit einer Dose Tränengas unter dem Tisch auf Zigarettenraucher lauere, die seinen Prachtstücken aus Karton zu nahe kommen - aber verstehen könnte man das schon.



Halbartier 1525 90mm, EMI

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Dieses Wettbewerbsexponat ist ein kleines Diorama welches quasi ein Stilleben aus Baum, Halbartier und Trommel bildet. Die 90mm-Figur stammt aus dem Hause EMI. Der begnadete Skulpteur Adriano Laruccia hat die Landknechtsfigur aus den Kriegen in Norditialien (16.Jh) für den italienischen Hersteller geschaffen. Passend bemalt und in Szene gesetzt kann man sie heute und Morgen in Münchenstein bewundern.



Sowjetisches Kampfbügeleisen 2099, Scartch (womöglich aus einer Jura Komfort)

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Unter den ausgestellte Wettbewerbsmodellen stach dieses futuristische sowjetische Fluggerät aus dem Jahr 2099, genannt FX 98-Flying Iron, heraus. Beim zweiten Blick kristallisiert sich heraus dass wir hier ein massiv getuntes Bügeleisen vor uns haben - ein originelles Werk.



Sturmgeschütz III Ausf G SdKfz 142/1 MIAG, auf Tamiya-Basis

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Der Sturmgeschütz-Guru Wolfgang Zimmermann fuhr eine ganze Batterie mit deutschen Sturmgeschützen des Zweiten Weltkriegs auf. Der Ausstellertisch war kreativ angelegt mit einem technischen Plan als Unterlage und einer Diashow zum Thema. Dieses Exponat zeigt ein Sturmgeschütz Ausführung G, produziert von der Firma MIAG in Braunschweig im Jahr 1943. Dieses Modell im Maßstab 1:32 wurde auf der Grundlage des Tamiya Bausatzes 13197 gefertigt, unter anderem unter Verwendung von Fotoätzteilen von ABER, Ketten von Friulmodel, Antennensatz von Schatton Modellbau und einer Figur von ALPINE.
Zuletzt geändert von troupier suisse am So 4. Okt 2009, 18:31, insgesamt 3-mal geändert.
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Beitragvon Napoleon am Sa 3. Okt 2009, 22:36

Hatte estwas mehr Zeit heute als troupier suisse, jedoch war meiner Meinung nach das Besucheraufkommen doch nicht ganz so gross wie erwartet. Sonntag ist aber erfahrungsgemäss besser.

Hatte viele interessante Gespräche, jedoch habe ich auch ein wenig die Figurenmaler vermisst.

Ich habe im Gegensatz zu troupier ein Bild vom älteren Figurenmaler gemacht.

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Der dumme Kanonier!

Von der Kunkers J.I habe ich noch ein Deatilbild, leider nicht ganz scharf, vom Motor.

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Ein weitere Figurenmaler, den ich jedoch nie am Stand selbst angetroffen habe, hat mehrere von diesen Jungs hier mitgebracht. Leider baute der Gute nur "böse Buben" , was ich etwas schade fand.

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Beitragvon dustoff am Mo 5. Okt 2009, 11:06

Sehr schöne Fotos der Modelle! Wirklich schade dass meine Modelle nie einen so hohen Standard erreichen werden ...
Gruss
Danielle


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