Einige Teile zur Bestimmung

Du nicht weisst was es ist, schreibs hier ein.

Moderator: troupier suisse

Einige Teile zur Bestimmung

Beitragvon Elke am Mo 10. Aug 2009, 16:54

Hallo Jungs (und Mädels)

Hab grad noch was in den Umzugskartons gefunden- ein paar Sachen, kommen aber Stückweise nachgetröpfelt...

zuerst mal eine Epaulette- bei der ich absolut nicht weiter weiß.
Jemand sagte mir, die wäre evtl hessisch- aber was und wann genau?... mhmm

Vielleicht weiß ja hier wer mehr.

Dankeschöööööön sagt Elke

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Beitragvon Tech am Di 18. Aug 2009, 05:52

Hallo Elke

Von der Art her würde ich am ehesten auf eine Epaulette der Kavallerie deuten. Im Buch "Geschichte der Eidgenössichen Militäruniformen" von Jürg Burlet ist auf Seite 27 ein beinahe identisches Stück abgebildet. Dieses wird der Zürcher Dragoner um 1837 zugeordnet. Die Metallschuppen sollten der Reiterei zur Abwehr gegen Säbelhiebe dienen.

Da zu jener Zeit die Armeen und Verbände gerne Stücke übernommen haben, resp. v. A. Offiziere teils Effekten aus vorhergehenden Anstellungen aus fremden Heeren trugen, ist eine Vermischung ähnlicher Uniformstücke vorgekommen.

Die Aussage, dass es sich bei dieser Epaulette um ein hessisches Stück handle, kann ich nicht bestätigen. Doch von der Art und Ausführung schätze ich, dass Kavallerie / Dragoner und um 1840 nicht weit ab vom Schuss liegen.

Hoffentlich habe ich ein Weniges zur Identifizierung beitragen können.

"Ein fundamentaler Grundsatz für die kleinen Armeen besteht darin, immer in Massen zu handeln; durch seine Anwendung allein können sie einige bedeutende Unternehmen vollbringen, indem sie darauf verzichten, alles zu decken und nur das Hauptziel anpeilen." (Jomini, 1779-1869)
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Beitragvon Traingelo am Do 3. Sep 2009, 06:36

Solche Achselschuppen wurden, wie Tech bereits erwähnt hat, auch von den Zürcher Dragonern (oder Jäger zu Pferd) zur Uniform von 1837 getragen (siehe Bild). Diese Art Epauletten waren aber keine zürcherische Erfindung, die Vorbilder der damals eingeführten Uniform waren die bayrischen Chevauleger.

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Beitragvon Elke am Fr 18. Sep 2009, 13:15

Haaaaa... suuuuper Jungs....

Hab da auch was unterdessen:

http://www.napoleon-online.de/Bay_Cheva ... etail1.jpg


Daaaaannnnkkkeeeeeeschööööön!
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Beitragvon Elke am Fr 9. Okt 2009, 13:26

So... jetzt kommen noch 2 Sachen

zum einen ein Adler aus Messingguß, vormals Feuervergoldet, hinten drauf die Nr 267

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und dann eineen Motorad Overall?

ca 1940-- war das zivile Bekleidung oder????

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Beitragvon Tech am Sa 10. Okt 2009, 08:17

Der Adler sieht mir auf den ersten Blick recht französisch aus. Auf eine Jahresangabe will ich mich nicht einlassen. Die (eingeschlagene?) Nummer auf der Rückseite lässt Kunstguss in Serie eines privaten Unternehmens vermuten.

Unschlüssig und zugleich spannend ist für mich, dass der Adler, nicht wie es sonst heraldische Wappentiere zu tun pflegen, nach rechts blickt.

"Ein fundamentaler Grundsatz für die kleinen Armeen besteht darin, immer in Massen zu handeln; durch seine Anwendung allein können sie einige bedeutende Unternehmen vollbringen, indem sie darauf verzichten, alles zu decken und nur das Hauptziel anpeilen." (Jomini, 1779-1869)
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Beitragvon Voltigeur am Sa 10. Okt 2009, 10:35

Der Adler ist schon komisch,
Er blickt ja nach rechts, das würde für Frankreich passen, aber die haltung der Beine stimmt nicht und er hält nichts in seinen greifen.
Schaumal ob da nicht etwas abgeschnitten wurde.
Die Löcher in den Flügeln würden auf ein Tchakoblech deuten, doch das waren gestantzte Bleche, kein Guss.
Könnte auch für eine Giberne sein, kommt auf die Grösse an.
Aber es passt halt nicht mit den Beinen, da stimmt etwas nicht.
Wie dick ist er denn, bei Blech wäre er ja hinten hohl.

Grüsse vom Voltigeur
Unmöglich ist nicht Französisch.
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Beitragvon Elke am Sa 10. Okt 2009, 13:30

Hai!


Er ist Guß, und sieht nicht nachträglich abgesägt aus. Größe ist 5,1x6,4cm also evtl zu klein für Tchako.

Muß nochmal ein anderes Bild von hinten machen- liefer ich noch nach ;o)

Grüßele von Elke... hab grad die Bude voll Familie- Sonntagsbesuch....
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