Dresden - Der Junge Vermeer bis 28. November 2010

Sehenswerte Museen oder Ausstellungen, sowie Ehemalige Schlachtfelder.

Moderator: Hagelhans

Dresden - Der Junge Vermeer bis 28. November 2010

Beitragvon Hitomi am Mo 25. Okt 2010, 10:31

Leider ist die Ausstellung nimmer allzulange, doch sie ist absolut sehenswert.

http://www.dresden-vermeer.de/

In der Ausstellung werden vier Bilder des Malers gezeigt, zusammen mit anderen Zeitgenössischen Malern, dazu Möbel und Geschirr, sowie ein Kleid aus dem Kurfürstlichen Kleiderschatz.
Das bekannte Bild des "Brieflesenden Mädchens am Offenen Fenster" wird besonders hervorgehoben: Einerseits durch die Experimentierfläche, in der die Museumspädagogik auch mal munter umräumt, Bilder aufhängt oder Stühle verstellt, dann mit einer Einführung zum Gemälde selbst.
Dann aber die Präsentation des Gemäldes im Kontext eines "Interieurs" mit Möbeln aus der Zeit. Lustigerweis wird es von den Besuchern dann aber grad weniger als "Original" wahrgenommen, viele passierten das Gemälde ohne einen zweiten Blick.

Die Ausstellung erfordert keinen separaten Eintritt, sondern ist im Eintrittspreis für Gemäldegalerie und Rüstkammer bereits inbegriffen.

Die Rüstkammer selbst war für mich recht enttäuschend - aber ich bin auch mit der Erwartung textile Schätze zu sehen dorthin. Die Textilien befinden sich grösstenteils in der Restauration, das einzige Kleid, welches zu sehen war, war das eben genannte in der Vermeer-Ausstellung.
Für einige der Herren hier ist vermutlich die Rüstkammer spannender als die Gemäldegalerie.

Die Gemäldegalerie ist einfach mal "Wow." Dann "Viel". Dann "Zuviel".
Wenn man sich auf etwas konzentriert (z.B. Kleider oder Schuhe), dann geht es, ansonsten droht eine vollständige Überreizung der Sinne (aber dafür gibt es ja das Museumskaffee, mit sehr feinem Tee und Kuchen)
Positiv zu vermerken: Die riesige Menge an Niederländischer Malerei des 17. Jahrhunderts, offenbar war der Kurfürst ein rechter Sammler :-)
Das Publikum hat ein Recht darauf, nicht angeschmiert zu werden, auch wenn es darauf besteht, angeschmiert zu werden.
Theodor W. Adorno, deutscher Philosoph (1903-1969)
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