Turmhügelburg Schnetzburg

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Turmhügelburg Schnetzburg

Beitragvon voenk am Mo 23. Sep 2013, 16:05

Hallo zusammen,
bei mir in der Umgebung hat es sehr viele historische Überbleibsel, Hügelgräber, Oppida, der Limes mit seinen Wachtürmen und unzählige Turmhügelburgen, allesamt sehenswert. Letztere haben es mir am meisten angetan. Die „Schnetzburg bei den drei Forren“ ist dabei die schönste, mit einem etwa 10 Meter hohen Hügel und ca. 3 Meter tiefen Graben, der die Anlage gegen Norden schützt. Gegen Süden fällt das Gelände sehr steil ab. Der Hügel ist in etwa „Tränenförmig“, am schmaleren Ende hat es ein Plateau auf Höhe des Grabens, wo ich eine Brücke/ Zugang vermute. Das obere Plateau ist ca. 20x 15 Meter gross. Gegen Norden sind keine weiteren Bauten oder Erdmerkmale vorhanden, in südlicher Lage könnte man etwas erkennen (Wälle), was auf eine bescheidene Siedlung schliessen liesse. Aber diese Fläche ist Ackerland, welches mehrmals pro Jahr umgegraben wird :-k

Eine archäologische Untersuchung wurde bis dato nicht durchgeführt, eine Sanierung oder Konservierung ebenso wenig. Daher habe ich mich entschlossen, einen Verein zu gründen, welcher sich der Sache annimmt und bin im regen Kontakt mit der Kantonsarchäologie. Das Ziel wäre, die Anlage zu sanieren, konservieren und der Öffentlichkeit zu präsentieren. Als Vision für die ferne Zukunft wird eine Belebung der Anlage angestrebt.
Hat jemand von Euch Erfahrung oder gar Interesse?
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Re: Turmhügelburg Schnetzburg

Beitragvon voenk am Mo 23. Sep 2013, 16:06

Planskizze

kantonsarchäologie.PNG
Plan der Kantonsarchäologie
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Re: Turmhügelburg Schnetzburg

Beitragvon voenk am Mo 23. Sep 2013, 16:31

Photos von mir

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Re: Turmhügelburg Schnetzburg

Beitragvon voenk am Mo 23. Sep 2013, 16:34

Panorama

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Re: Turmhügelburg Schnetzburg

Beitragvon Silvester am Mo 23. Sep 2013, 17:55

Interesse habe ich , das währe so etwas wie einen Traum erfüllen \:D/ aber ich bin nicht Mobil ! :smt022 kommt man dahin Ohne Töff ? Erfahrung bringe ich auch mit :-k Bestehen dort wenigstens sowas wie Grundmauern ? aus denen man ersehen kann was da mal stand ? oder gibt's Aufzeichnungen der Anlage ? das sieht Mächtig nach Arbeit aus 8-[
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Re: Turmhügelburg Schnetzburg

Beitragvon voenk am Mo 23. Sep 2013, 20:42

Wie gesagt, die Anlage wurde noch nicht wissenschaftlich untersucht. Alerdings wurde die Burg und das zugehoerige Rittergeschlecht erwaehnt. Also kann man von einer Turmhuegelburg ausgehen, bei anderen Anlagen der Region ist die Datierung schwieriger, da keine schriftlichen Quellen vorhanden sind. Oberirdisch ist nichts erhalten, keine Mauern. Eine Ausgrabung wuerde da Licht ins Dunkel bringen, ob ein steinernes Fundament vorhanden war oder allenfalls Pfostenloecher. Ausserden koennte man der Frage nachgehen, ob die Anlage schon frueher genutzt wurde, oder erst im Mittelalter... Die Kantonsarchaeologie macht halt meist Rettungsgrabungen und diese Anlage ist halt nicht bedroht, zum Glueck.

Apropos, ja das waere wirklich ein Traum, der wahr wird \:D/
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Re: Turmhügelburg Schnetzburg

Beitragvon Hagelhans am Mo 23. Sep 2013, 21:19

Ich kenne die Anlage ganz wage. ich war mit einem Onkel der in Wil wohnte als Kind einmal mal dort. Es ist halt leider auch nur eine von vielen Burgstellen, von denen es in so gut wie jeder Gememeinde eine giebt. dass Du noch weitere Siedlungsstellen ausserhalb des Waldes vermutest, macht sie für mich allerdings wieder einwenig interesanter.
Würde die derzeitige Landwirtschaftliche Nutzung eine Oberflächenbegehuhng zulassen? Die Jahreszeit dazu wäre jetzt gerade günstig.
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Re: Turmhügelburg Schnetzburg

Beitragvon voenk am Mo 23. Sep 2013, 21:52

In etwa einem Monat ist alles kahl und brach, da kann man sicher über die Felder laufen. Bei der Planskizze habe ich das fragwürdige Gebiet mit einem? markiert. Es gibt ein Dokument, wo der Ritter von Wil über seinen Besitz Auskunft gibt, wieviele Viecher, Eier etc. er hat. Da ich nicht davon ausgehe, dass er weit von der Burg wohnte, müssen einige Wirtschaftsgebäude vorhanden gewesen sein. Macht ja auch keinen Sinn, wenn man im Dorf lebt (befand sich damals beim heutigen Pfarrhaus auf dem Kirchenhügel) und dann ca. 2 Km zur Burg/Fluchtburg gehen muss, wenns brenzlig wird... Aber alles nur unbewiesene Behauptungen meinerseits!

Hagelhans hat geschrieben:Es ist halt leider auch nur eine von vielen Burgstellen, von denen es in so gut wie jeder Gememeinde eine giebt.


Einverstanden, im Rafzerfeld gibt es (meines Wissens) 5 Turmhügelburgen, die "richtigen" Ruinen und Oppidum gar nicht mitgezählt. ABER: wenn man wenigstens eine herrichten könnte und mit Hinweistafeln versehen könnte, dazu noch richtig untersuchen und dokumentieren. Das wäre perfekt als Anschauungsbeispiel für Schulklassen und interessierte. Was mir auffällt ist, dass wenn man vom Mittelalter spricht, bzw. Burgen, denken alle sofort an die Kyburg, Lenzburg oder Chillon, nicht aber an die historische Realität: Turmhügelburgen. Die erhaltenen Schlösser und Burgen haben mit Mittelalter nun wenig gemein...
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Re: Turmhügelburg Schnetzburg

Beitragvon Silvester am Di 24. Sep 2013, 07:24

Das Hört sich ja gut an :smt001 Ich finde nur das bei so einer Abgegangenen Burg , BZW Siedlung eine Begehung nicht viel Bringt ! man sieht in den Meisten fällen nur etwas von Oben Das heißt durch Luft aufnahmen ! wie schon gesagt eine Menge Arbeit :-k
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Re: Turmhügelburg Schnetzburg

Beitragvon gijoe am Di 24. Sep 2013, 13:48

Georadar mieten dann sieht man mehr.
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